Lieferbedingungen für Räumarbeiten und sonstige Lohnarbeiten

Die Anlieferung sowie die Rücklieferung von Werkstücken zum Räumen, Stoßen und anderen Lohnbearbeitungen erfolgt auf Kosten und Risiko des Bestellers. Mit Versendung geht die Gefahr auf den Auftraggeber über. Dies gilt auch dann, wenn frachtrei geliefert wird.

Wenn Werkstücke mit Maßfehlern in den Aufnahmemaßen angeliefert werden, behalten wir uns das Recht vor, die Teile entweder zur Nacharbeit zurückzugeben oder diese auf Wunsch gegen Berechnung nachzuarbeiten, falls dies in unserem Betrieb möglich ist.

Bei allen Innenräumarbeiten muss bei Werkzeugen, die nicht geführt sind, mit einem Seitenverlauf des geräumten Profils gerechnet werden. Die Weiterbearbeitung der Teile darf nur vom geräumten Profil ausgehend erfolgen.

Wenn bei Räumarbeiten – bedingt durch schlecht bearbeitbares Material oder mangelhafte Vorbearbeitung der zu räumenden Teile – ein zusätzliches Schärfen der Räumwerkzeuge erforderlich ist, so werden diese Kosten separat in Rechnung gestellt.

Falls in Folge schlechter Vorarbeit oder Materialfehler an den zu räumenden Teilen Bruch des Werkzeuges entsteht, so gehen diese Kosten ebenfalls zu Lasten des Bestellers.

Bei der Herstellung von Keilnuten mit ungeführten Werkzeugen im Stoßverfahren muss mit einem gewissen Mittenversatz gerechnet werden. Dieser Versatz kann erst ermittelt werden, wenn die Nut fertig ist. Falls ein Fehler von circa 0,05 mm (nach DIN ISO 1101 Symmetrie 0,1 mm) nicht toleriert werden kann, muss dies aus der Zeichnung hervorgehen. Ggf. muss dann die Bearbeitung durch uns abgelehnt werden.

Vorgeschriebene Nutbreiten mit den zugehörigen Toleranzen werden vor Arbeitsbeginn am Werkzeug (!) gemessen. Abweichungen durch den Werkstückstoff oder die Werkstückform können erst an der fertigen Nut gemessen werden.

Das Risiko für Fertigungsausschuss muss vom Besteller getragen werden.

Sollten infolge eines Arbeitsfehlers bei Lohnarbeiten vom Auftraggeber beigestellte Werkstücke unbrauchbar werden, haften wir – ausgenommen bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit – nur für die von uns ausgeführte Arbeit. Die Gewährleistung erfolgt durch Nachbesserung in der Weise, dass wir die gleiche Bearbeitung noch einmal ohne Berechnung durchführen, wenn uns neue Werkstücke angeliefert werden. Unsere Haftung ist - ausgenommen bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit – auf die Höhe der in Rechnung gestellten Lohnkosten beschränkt. Dies gilt auch für Bearbeitung auf unserem Bohr- und Fräswerk und für Richtarbeiten.

Die Teile werden vor dem Verlassen unseres Hauses durch Stichproben geprüft. Eine weitergehende Prüfung erfolgt nur aufgrund besonderer Vereinbarungen und gegen Berechnung der Mehrkosten. Diese Ausgangsprüfung entbindet den Auftraggeber (Empfänger des Gutes) nicht von seiner Verpflichtung zur Eingangsprüfung.